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Hintereggalm
Fam. Pircher

Obertall 25
I-39017 Schenna
(BZ) Südtirol, Italien

Tel. 0039 339 6252609
info@hintereggalm.it

 

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Jeden Donnerstag von Juni bis August

von 11.30 bis 14.30 Uhr

ACHTUNG: jeden 1. Donnerstag im Monat ist keine Veranstaltung!

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Die Geschichte der Tallner Alm!

Die Tallner Almen bestehen aus der Hinteregg Alm und der Kaser-Alm. Sie erstreckt sich von der Staffel- Hütte bis zur Mahdalm, in Osten grenzt sie an das Sarntal, im Norden und im Westen an das Passeiertal. Die Besitzer der Alm waren zur damaligen Zeit 16 Bauern aus Obertall, einige von ihnen veräußerten ihr Almrecht an Bauern aus Schenna.

Die heutigen Bauern:
Tallner, Resserger, Tonigbauer, Martler, Mitterpircherhof, Riedschupfer, Wirtshof, Wahler, Unterkirn, Grubhof, Gruber, Gröber, Gasser, Rotthaler, Oberpichl.

Die Alm wurde zu 16 teilen unter den Bauernaufgeteilt.
4% Grubhöfe (Oberhauser, Monhof, Honserhof, Stintonig)
4% Tallner, Reasseggerhof u.Peterlehof (wurde aufgekauft)
4% Prennerhöfe (Wirtshof, Tonigbauer, Riedschupfer u. Martler)
2% Thalerhof und Wahlerhöfe

Unter den 16 Bauern traf es jedes Jahr 2 andere Bauern, die das Amt des Alpbürgen innehatten. Die Aufgabe der Alpbürgen bestand darin die Versorgung der Tiere sicher zu stellen. Jeder Alpbürg durfte einen Stier im Sommer mit den Kühen auftreiben. Ab ca. 1960 war gesetzlich vorgeschrieben, dass jede Interessenschaft ein Obmann mit Vorstand und ein Schriftführer wählt. Die Alpbürgen bestehen bis heute noch und gehen ihrer Tätigkeit nach.

Die Obmänner von der Tallner Interessentschaft:
Sebastian Gufler (Tallner), Alois Pircher (Grubhof), Karl Gufler (Tallner), Anton Maier (Resserger), Heinrich Haspinger (Wahler)

Außerdem besaßen die 16 Bauern eine Gampenwiese (Gampenalm) zu je 1 ha und eine Mahdwiese (Mahdalm) zu je 1/2 ha. Die Mahder wurden fast alle verkauf. So durfte jeder Bauer aufgeteilt auf seinen Besitzanteil Rinder und Schafe auftreiben. Insgesamt wurden ca. 500 Stück Vieh aufgetrieben, davon 120 Stück Rinder und 300 – 400 Stück Schafe. Die Bauern beschäftigen insgesamt 3 Hirten, davon war einer nur für die Schafe zuständig. Dieser hütete die Schafe von 18. Mai bis 29. September (Michelstag). Der Schäfer besaß eine kleine Schäferhütte in den Agergruben. Dort lebte er den ganzen Sommer. Der Schäfer durfte sich eine Kuh halten, damit er im Sommer Milch hatte.

Erstmals erwähnt wurde die Hinteregg-Alm um das Jahr 1900, damals war Südtirol noch ein Teil des Habsburger Reiches. Die einfache Holzhütte diente den Hirten und ihren Familien als Unterkunft während der Sommermonate. Die Familien sicherten sich ihren Lebensunterhalt, indem sie Butter und Käse herstellten, welche sie ins Tal brachten und sie gegen andere Lebensmittel eintauschten.

Im Jahre 1927 brannte die Almhütte völlig ab. Zu dieser Zeit herrschte in Südtirol der Faschismus. Italienische Arbeiter schlugen ca. 2000 m³ Holz  und transportierten dieses nach Mittelitalien. Die Bauern beschlossen mit einen Teil des geschlägerten Holzes die Almhütte neu zu errichten.

Fast 50 Jahre lebten die Hirten auf der Alm ihr einfaches Leben. 1974 übernahm Alois Pircher zusammen mit seiner Familie die Alm. Mit dem Aufflammen des Tourismus in den 70 Jahren und der Errichtung der Verdinser- und Hirzer Seilbahnen begann die erste Gästebewirtung auf der Hinteregg-Alm.

Da der Europäische Fernwanderweg E5 direkt an der Hinteregg-Alm vorbeiführt, beschloss der damalige Obmann Alois Pircher um eine Schutzhüttenlizenz anzusuchen. Durch den immer größeren Ansturm der Gäste vergrößerte er die Hütte. In den folgenden Jahren errichtete er eine Gaststube im ehemaligen Stall. Ein Bettenlager und ein Ausschank . Er modernisierte die Hütte fortlaufen, so errichtete er die sanitäre Anlagen und im Jahre 1983 einen neuen Rinderstall mit Unterstand. So bewirtschaftete die Familie Pircher 16 Sommer die Hinteregg-Alm.

Durch den finanziellen Aufschwung beschloss die Interessenschaft die Almhütte mit Ihren Rechten und Pflichten zu verpachten. Vom Jahre 1990 – 2010 bewirtschaftete seine Tochter Maria zusammen mit ihrer Familie die Alm. Im Jahre 2005 wurde unter den Obmann Anton Maier und die gesamte Interessenschaft die Hütte komplett abgerissen und neu aufgebaut. Sie wurde modernisiert und zur vollständigen Gaststätte umgebaut. Im Jahre 2011 übernahm Nicole Pircher, die Enkelin von Alois Pircher, mit ihrer Familie die Schutzhütte.

Wir versuchen die Tradition unserer Familie mit viel Fleiß und Einsatz weiterzuführen.